Kurzsichtigkeit (Myopie)
Die Myopie, die umgangssprachlich Kurzsichtigkeit genannt wird, zählt zusammen mit der Weitsichtigkeit zu den am häufigsten auftretenden Sehbeeinträchtigungen. Eine Vielzahl von Menschen ist davon heutzutage betroffen und benötigt eine Sehhilfe, um ihre Sehstärke auszugleichen. Die Veranlagung zur Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder anderen Sehproblemen wird sowohl durch genetische Faktoren als auch durch äußere Einflüsse wie beispielsweise häufiges Lesen bei künstlichem Licht bestimmt. Im Anschluss werden die wichtigsten Fakten zur Kurzsichtigkeit kompakt dargestellt.
Definition: Kurzsichtigkeit Myopie
Kurzsichtigkeit bezeichnet eine Sehbeeinträchtigung, bei der kurzsichtige Menschen ihre Umgebung in der Entfernung und auf mittlerer Distanz unscharf wahrnehmen, während die Nahsicht besser funktioniert. Diese Sehschwäche kann auf zwei Arten entstehen: Bei der Achsenmyopie ist der Augapfel im Verhältnis zur Brechkraft der Linse etwas zu lang, während bei der Brechungsmyopie die Brechkraft des Auges zu stark ist, aufgrund von Faktoren wie der Linse, dem Kammerwasser oder der Hornhaut.

In beiden Fällen werden die eintreffenden Lichtstrahlen nicht korrekt auf die Netzhaut projiziert, was zu einem unscharfen Bild führt. Da Kurzsichtigkeit auf die Beschaffenheit des Augapfels zurückzuführen ist, gilt sie nicht als Krankheit. Meist sind beide Augen betroffen, der Schweregrad kann jedoch von Auge zu Auge unterschiedlich sein. Brillen, Kontaktlinsen und Augenlaser-Verfahren sind gängige Behandlungsmethoden gegen Kurzsichtigkeit.
Kurzsichtigkeit: Symptome und Erklärung
Menschen, die häufig nach längeren Aktivitäten in der Ferne, wie beispielsweise beim Lesen von Straßenschildern oder einem Kinobesuch, über Kopfschmerzen klagen, sollten ihre Augen auf Kurzsichtigkeit untersuchen lassen. Kopfschmerzen können durch die Anstrengung der Augen entstehen, um die Sehschwäche auszugleichen. Die Stärke der Kurzsichtigkeit wird in Minuswerten angegeben, da die Lichtstrahlen vor der Netzhaut fokussiert werden. Diese Werte können bei Menschen unterschiedlich ausfallen und sich auch im Wachstumsprozess verändern. Eine starke Kurzsichtigkeit wird ab einem Wert von etwa -8 Dioptrien diagnostiziert, jedoch sind extrem selten Werte bis zu -30 Dioptrien möglich.
Ab einem Wert von -0,5 wird empfohlen, eine Sehhilfe wie Brillen oder Kontaktlinsen zu tragen. Eine Zerstreuungslinse wird dabei in der Regel verwendet. Alternativ kann die Kurzsichtigkeit auch durch Augenlasern korrigiert werden, bei dem verschiedene Verfahren zur Verfügung stehen. Hierbei wird die Hornhaut des Auges mit einem Laser bearbeitet, um die Brechung der Lichtstrahlen zu korrigieren. Das Licht wird dann auf der Netzhaut fokussiert und das gesehene Bild erscheint scharf.
Methoden, um Kurzsichtigkeit zu heilen
Es gibt verschiedene Methoden, um Kurzsichtigkeit Myopie zu behandeln, allerdings ist eine vollständige Heilung in der Regel nur durch eine Augenlaser-Operation möglich. Wer sich nicht sein Leben lang auf Brillen oder Kontaktlinsen verlassen möchte, kann eine der verbreiteten Augenlaser-Methoden wählen.
Optionen für eine Augenlaser-Operation zur Korrektur von Kurzsichtigkeit:
Es gibt verschiedene Optionen für eine Augenlaser-Operation zur Korrektur von Kurzsichtigkeit. Die Lasik und Femto-Lasik Methode beinhalten das Erzeugen eines Hornhautlappens, der umgeklappt wird, um den Sehfehler mit Hilfe eines Excimer-Lasers zu korrigieren. Danach wird der Lappen zurückgeklappt und angedrückt. Der Unterschied zwischen Lasik und Femto-Lasik besteht in der Art der Schnitttechnik des Lappens, entweder durch ein Mikrokeratom oder durch den Femtosekundenlaser.



Eine moderne Option ist das ReLEx SMILE Verfahren. Hier wird ein kleiner Schnitt in die Hornhaut gemacht und ein kleines Stück der Hornhaut mit Hilfe des Femtosekundenlasers entfernt, ohne dass ein Lappen erzeugt wird. Dies ist eine besonders schonende Methode, da nur wenig Gewebe verletzt wird.
Kurzsichtigkeit heilen: Entscheidung für die richtige Operationsmethode
Bevor man sich für eine Operationsmethode entscheidet, um die Kurzsichtigkeit lasern zu lassen, sollte man mehrere Ärzte online vergleichen und verschiedene Angebote einholen. Häufig gibt es nicht nur Unterschiede bei den Kosten, auch die Inklusivleistungen können sich unterscheiden – deshalb lohnt es sich, genau zu recherchieren.
Einige Ärzte zeigen einen möglichst geringen Preis an, rechnen die Nachuntersuchungen allerdings einzeln ab, während andere Anbieter – insbesondere Augenlaserzentren – Festpreise anbieten, in denen alle Untersuchungen sowie Medikamente und sogar eine Nachbehandlung enthalten sein können, falls bei der ersten Operation zum Lasern der Kurzsichtigkeit nicht das gewünschte Ergebnis erzielt wurde.
Komplikationen beim Lasern von Kurzsichtigkeit
Beim Lasern von Kurzsichtigkeit können wie bei jeder Operation auch Komplikationen auftreten. Das Risiko lässt sich jedoch verringern, indem man einen erfahrenen Arzt auswählt, insbesondere in Augenlaserzentren mit High-Volume-Operateuren.
Was kostet eine Behandlung?
Die Kosten für eine Augenlaserbehandlung können je nach gewählter Operationsmethode variieren. Eine Lasik-Behandlung ist ab 1.550 Euro pro Auge erhältlich, während der Preis für eine Femto-Lasik-Behandlung bei 1.650 Euro pro Auge beginnt. ReLEx SMILE, eines der modernsten Verfahren, kann bei Kosten von etwa 1.110 Euro pro Auge angewendet werden.
In der Regel werden die Kosten für das Augenlasern nicht von den Krankenkassen übernommen. Daher ist es sinnvoll, Zeit in die Suche nach der richtigen Klinik und dem passenden Verfahren zu investieren, um im besten Fall nur einmal einen hohen Betrag für die Korrektur der Kurzsichtigkeit zu zahlen. Es ist jedoch zu beachten, dass die Kosten je nach Schweregrad der Kurzsichtigkeit und Dioptrienzahl steigen können.
