Das Auge
Es gibt fünf Sinne des Menschen: Riechen, Schmecken, Hören, Fühlen und Sehen. Die Sehfähigkeit wird durch das Auge ermöglicht, welches Lichtstrahlen durch die Hornhaut und Linse bündelt und auf die Netzhaut projiziert. Die Netzhaut sendet die gesammelten Informationen über den Sehnerv an das Gehirn, wo sie interpretiert werden. Dabei werden die Daten beider Augen kombiniert, um ein Bild zu erzeugen. Dieser Prozess ähnelt dem Funktionsprinzip einer Filmkamera, und der Aufbau des Auges kann mit dem einer solchen verglichen werden.

Darum sehen wir farbig, hell und dunkel
Die Netzhaut enthält zwei Arten von Sehzellen, die unterschiedliche Funktionen haben. Die Stäbchen sind für das Sehen bei schlechten Lichtverhältnissen zuständig und ermöglichen die Unterscheidung von Hell und Dunkel, z. B. in der Nacht. Die Zapfen hingegen ermöglichen das Sehen von Farben, wobei die meisten Zapfen für das Rot- und Grün-Sehen zuständig sind und nur wenige für das Blau-Sehen. Innerhalb des Gelben Flecks gibt es eine fast gleichmäßige Verteilung von Stäbchen und Zapfen, während im Rest der Netzhaut ein Verhältnis von etwa 1:20 herrscht, wobei die Stäbchen in der Überzahl sind.
Das räumliche Sehen entsteht durch die Kombination der Informationen aus beiden Augen, da der Einfallswinkel des Lichts auf jedes Auge etwas anders ist. Das Gehirn kann auf diese Weise die dreidimensionale Struktur von Objekten erschließen. Das räumliche Sehvermögen wird jedoch auch durch Erfahrung und erlernte Wahrnehmungsmuster beeinflusst, wie z.B. die Größenverhältnisse von Objekten.
